Archiv der Kategorie: ComicCats

Felix the Cat

1919 schufen der Produzent Pat Sullivan (1887 – 1933) und der Trickfilmer Otto Messmer (1892–1983) den Kurzfilm Feline Follies (Katzenverrücktheiten) mit dem Kater Master Tom als tragender Gestalt. Die Filmgesellschaft Paramount bestellte nach der erfolgreichen Vermarktung des Films weitere Folgen und taufte die Hauptfigur um. Unter dem Namen Felix the Cat entstanden zahlreiche kleine Filmkunstwerke, die zu den Höhepunkten surrealistischen Filmschaffens gehören und heute noch begeistern. Zu den prägenden Kennzeichen des Katers gehören sein Schwanz, der sich nach Felix’ Wünschen unmittelbar in ein Werkzeug verwandeln oder eine Stimmung ausdrücken kann, sowie sein leicht vorgebeugter, nachdenklicher Gang, die Hände auf dem Rücken verschränkt und den Kopf leicht gesenkt. Leider sind die schönsten Filme nicht auf YouTube zu sehen, dafür aber der erste Film von 1919 in HD:

Die später gedruckten Comic strips konnten an das filmische Vorbild nie richtig heranreichen. In den 1950er Jahren wurde Felix the Cat als Fernsehserie produziert, doch die künstlerische Qualität der in den 20er bis 40er Jahren geschaffenen Trickfilme blieb unerreicht. In der Frühzeit des Fernsehens spielte Felix für den Sender RCA eine besondere Rolle: Von 1928 an wurde eine figürliche Nachbildung der Filmkatze mehr als zehn Jahre lang täglich zwei Stunden als Testbild ausgestrahlt, mit dem damals die Sendeanstalten die Feinabstimmung ihrer Bildauflösung vornahmen. Felix the Cat ist damit der erste Star in der Geschichte des Fernsehens.

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Tom & Jerrys erster Auftritt (1940)

Puss Gets the Boot heißt der Originaltitel des ersten Trickfilms aus dem Jahr 1940 mit Tom & Jerry. In Deutschland läuft er unter Jerry treibt’s zu bunt. (Es ist übrigens der längste Kurzfilm mit den beiden.) Tom heißt in diesem Film Jasper und Jerry hat noch keinen eigenen Namen. Der amerikanische Titel verweist auf Puss in Boots, also auf den Gestiefelten Kater. 1941 wurde Puss Gets the Boot für den Oscar in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm nominiert, verlor aber gegen Die Milchstraße. Doch das sollte sich noch ändern. Insgesamt wurden sieben Folgen von Tom & Jerry mit einem Oscar ausgezeichnet, weitere sechs erhielten Oscarnominierungen. Damit ist Tom & Jerry die meistausgezeichnete Animationsserie überhaupt.

Interessant an diesem frühen Film ist die Figur des Katers. Tom bzw. Jasper hat noch spitze, bedrohliche Zähne und nicht so glattes Fell wie später. Auch sein Gesichtsausdruck ist etwas verschlagener als in den späteren Filmen.

Also, viel Spaß!

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Pitschi

Das ist Pischi, der schweizer Katzenbuchklassiker von Hans Fischer aus dem Jahr 1948:

Es ist die Geschichte eines Kätzchens, das anders war als seine Geschwister, das immer etwas anderes wollte. Eine traurige Geschichte, wie es im Buch eingangs heißt, die aber gut aufhört. Hier sehen wir, wie Pitschi ausbüchst, sich von den Geschwistern entfernt, um auf Erkundung zu gehen und dabei allerlei Abenteuer zu erleben.

Mehr sei hier gar nicht verraten. Nur noch so viel: Dies ist ein wirklich wunderschönes Buch. Seine Zeichnungen rühren heute noch an und der Text läßt sich auch wunderbar vorlesen, wie man hier hören kann:

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Im Land der verlorenen Erinnerung

Auf dem Catwalk dieses Blogs sind in der Kategorie ComicCats schon mehrere Graphic Novels vorgestellt worden, in denen Katzen die Hauptrolle oder eine zentrale Nebenrolle spielen. In diesen Tagen ist nun im Berliner Verlag Jacoby & Stuart, der mehr und mehr anspruchsvolle Katzenbücher auf den Markt bringt, ein ganz besonderer Titel erschienen, der in diesem Genre keinen Vergleich findet: Im Land der verlorenen Erinnerung von Carl Norac und Stéphane Poulin, einer Übersetzung aus dem Französischen.

Die Geschichte, die das Buch erzählt, spielt in einer nicht näher bezeichneten, düsteren Stadt, die von Hunden beherrscht wird und in der Katzen als Terroristen verfolgt werden. Es herrscht ein Klima der Angst, Unterdrückung und Gewalt. Der Protagonist der Handlung erwacht nach einem Bombenanschlag auf einen Bus bandagiert wie eine Mumie ohne Gedächtnis in einem Krankenhaus auf und ist begibt sich nach seiner Entlassung auf die Suche nach sich selbst. Mit Mühe findet er seine Wohnung und betritt in ihr fremdes Terrain.

Auf seinen Irrwegen durch die Stadt erlebt er phantastische Abenteuer. Er will unbedingt herausfinden, wie Hunde und Katzen zugleich vom Alptraum ihrer Existenz befreit werden können. Dabei begegnet er auch einem blassen Hund, der ihn auf einen Kirchturm führt. Um die Glocke fliegen Kleider. Der Hund greift sich eines, zieht es an und wird in ihm durch die Luft davongetragen.

Dies ist nur eine der vielen phantastisch-surrealen Szenen des Buches, einer in Wort und Bild beeindruckenden Parabel auf die Hoffnung, dass Freiheit und Phantasie in der Lage sind, Unterdrückung und Gewalt zu überwinden.

Ein großformatiger Band mit Bildern, die tiefe Schichten in uns ansprechen und Texten, deren poetische Kraft voller Überraschungen steckt. Ein Buch, das in der Katzenweltliteratur seinesgleichen sucht.

PS: Von Werner Traschütz (ganz herzlichen Dank!) habe ich gerade via Facebook erfahren, dass es zu dem Buch auch einen Trailer gibt. Den möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten: http://www.youtube.com/watch?v=G2qXE4iZwjA

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Neues von Simons Cat

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Der gestiefelte Kater

Die neue Dreamworks-Produktion ab Dezember 2011 im Kino. Hier der Trailer:

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Simon’s Cat

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Simons Cat … Ostern 2011

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Simon’s Christmas Cat

Endlich ein neues Video von Simon’s Cat … wie immer genial und umwerfend komisch:

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Cartoon der Woche 4

Friedrich Karl Waechter, Ich schlief wie schon lange nicht mehr, 1980/89

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