Cat_Calendar (8) vom 28. März 2013: Virginia Woolf

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Virginia Woolf, 1902. Fotografie von George Charles Beresford

Virginia Woolf (* London 25.1.1882, † Lewes 28.3.1941), englische Schriftstellerin und Ikone der Frauenbewegung, Mitbegründerin der legendären Bloomsbury Group. In einigen ihrer zahlreichen Essays hat sie sich über Katzen geäußert. In der Essaysammlung Der Tod des Falters berichtete sie, wie Katzen ihre Laufbahn als Schriftstellerin beeinflußt haben: »Um aber die Geschichte meiner beruflichen Erfahrungen fortzusetzen: mit meiner ersten Rezension verdiente ich ein Pfund, zehn Shilling und Sixpence; und ich kaufte von dem Geld eine Perserkatze. Dann wurde ich ehrgeizig. Eine Perserkatze ist zwar recht schön, sagte ich mir, aber eine Perserkatze ist nicht genug. […] Und so kam es, daß ich Romanautorin wurde.«

In Ein eigenes Zimmer berichtet sie über ihren Eindruck von einer Manx-Katze: » … indem ich auf die Manx-Katze zeigte, die wirklich ein wenig absurd aussah, das arme Tier, ohne Schwanz, mitten auf dem Rasen. War sie tatsächlich so geboren, oder hatte sie ihren Schwanz bei einem Unfall verloren? Die schwanzlose Katze ist, obwohl es auf der Insel Man einige davon geben soll, seltener als man denkt. Sie ist ein sonderbares Tier, eher kurios als schön. Es ist merkwürdig, welchen Unterschied ein Schwanz ausmacht.«

Virginia Woolf war übrigens mit der Schriftstellerin Katherine Mansfield befreundet, die ebenfalls in Katzen vernarrt war und in vielen Briefen an Virginia Woolf von ihren Katzen berichtet hat, beispielsweise in diesem Brief aus dem April 1919: »Am 5. April ist unsere einzige Osterglocke erblüht, und unsere Katze Charlie Chaplin hat ein Junges geworfen […] Während der Nacht kam das zweite Kätzchen, April, zur Welt – ein niedliches, kompaktes kleines Mädchen. Wenn es saugt, sieht es aus wie ein kleines Kind, das sein Nachtgebet spricht und dabei völlig überzeugt ist, dass Jesus us liebhat. Sie sijnd beide zum Auffressen hübsch: ihre Pfoten sind auf der Innenseite ganz weich, ganz rosig – wie noch nicht ausgereifte Himbeeren.«

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