Ry Cooder und der Rote Kater Buddy

Ry Cooder (* Los Angeles 1947), amerikanischer Gitarrist, Komponist, Produzent und Filmmusiker, wurde einem breiten Publikum bekannt mit der Musik zu Wim Wenders’ Film Paris, Texas und als Produzent des Buena Vista Social Club. Im März 2007 veröffentlichte er sein Konzeptalbum My Name Is Buddy, das – jedenfalls in bezug auf Katzen – in der modernen Musikgeschichte seinesgleichen sucht. Buddy war ein roter Kater, ein Streuner, der bis zu seinem Tod im Jahr 2005 in einem Koffer in der Gasse hinter einem kleinen Plattenladen im kanadischen Vancouver lebte. Ein Freund Cooders entdeckte eine Fotografie des Ladenmaskottchens an einem Telefonmast, montierte den Kopf des Katers auf ein Bild des alten Bluesmusikers Lead Belly und schickte die Montage an seinen Freund mit der Webadresse des Ladens und der kryptischen Bemerkung: »Du wirst schon wissen, was damit zu tun ist.« Nachdem Ry Cooder sich bei den Inhabern des Ladens nach Kater Buddy erkundigt hatte, entstand in seinem Kopf langsam die Idee zu einem neuen Album. Darauf ist Buddy die Hauptfigur, ein roter Kater auch im politischen Sinn, der mit seinen zwei Freunden, der Maus Lefty und der Kröte Reverend Tom Toad, durch die Geschichte und Gegenwart Amerikas zieht.

Er stromert durch die Politik- und Musikgeschichte des Landes, entdeckt dessen linksdemokratische Wurzeln und die Traditionen der Volksmusik, in denen sich das politische Bewußtsein der Arbeiterklasse widerspiegelt. Ohne ideologisches Pathos erinnert Ry Cooder in seinen Liedern an die Werte von Solidarität und Gerechtigkeit und zitiert dabei die musikalischen Traditionen des Blues, Folk und Bluegrass, gewürzt mit den Spuren von Spiritual und Lounge Jazz. Das aufwendige Booklet der CD enthält neben den 17 Songtexten 17 wundervoll illustrierte, vertiefende Texte zu den Liedern. Im Zentrum immer Buddy, der rote Kater: »I’m a Red Cat till I die, I’m a RedCat through and through. | You can’t turn me yellow and you can’t make me blue. | You can’t make me do things I know it’s wrong to do. | I’m a Red Cat till I die, I’m telling you.«

Hier ist der Song One Cat, One Vote, One beer zu hören:

Advertisements

3 Kommentare

Eingeordnet unter KunstKatzen

3 Antworten zu “Ry Cooder und der Rote Kater Buddy

  1. WT

    Und hier kann man in die Titel des Albums zumindest reinhören

  2. helene gerend

    Das Voting geht schon okay so. Demokraten, Republikaner sind letztlich austauschbar. Für Cooders Gitarre spielts keine Rolle! Der zieht die Töne mit seinem Flaschenhals mal auf- mal abwärts wie eh und je. Duane Allman habe sogar mal eine halbe Note über eine ganze Taktlänge gezogen und so einen äußerst dramatischen Effekt evoziert, sagt man.

  3. hsg

    so funktioniert das nicht

    alles ist wie immer
    alle wollen irgendwie wen verarschen
    warum auch immer
    dann ist da einer
    der sich nicht verarschen lassen will
    von wem auch immer
    das finden alle blöd

    und deshalb mögen sie den nicht mehr
    der ist blöd sagen sie weil
    der sich nicht verarschen lassen will
    einfach unmöglich dieser typ
    wie kann der sich denn sagen sie
    sich so einfach nicht verarschen lassen wollen?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s