Fritz the Cat

Vor fast 40 Jahren kam »Fritz the Cat« in Amerika in die Kinos. Nur ein Grund, um wieder einmal auf diesen Film hinzuweisen.

In den 1960er Jahren entstand mit der amerikanischen Hippie-Bewegung eine neue Art von Comic. Es erschienen Serien für Erwachsene, die sich mit den Themen Vietnamkrieg, Drogen, Rockmusik, Sexualität usw. beschäftigten. Diese im kulturpolitischen Untergrund kursierenden Comics in meist kleinen Auflagen nannten sich zur Abgrenzung vom Mainstream Comix. Anfang 1968 gab Robert Crumb (* 1943) die erste Ausgabe von Zap Comix heraus, dem Zentralorgan der Bewegung. Robert Crumb wurde zur Ikone des Antiestablishments und seine Hauptfigur Fritz the Cat zum Kultstar des Underground. 1972 entstand mit Fritz the Cat der erste Trickfilm, der nur für Erwachsene zugelassen wurde. Selten hat ein Zeichner das Wesen der Katze so ernst genommen und gleichzeitig übersteigert wie Robert Crumb mit Fritz the Cat. Dessen unkontrollierbare Geilheit, seine radikale Ablehnung jeglicher Autorität, die Verachtung aller Konventionen und Verweigerung der Integration in ein bürgerliches Leben sowie das hedonistische Grundprinzip seines Handelns sind zwar völlig überzeichnet, finden sich aber als (heute positiv bewertete) Eigenständigkeit im Wesen der Katze wieder.

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