Über die »Werthlosigkeit dieser Thiere«

Heute hat mir mein Mensch ein aufschlußreiches Buch aus dem Jahr 1906 mitgebracht: Das gesunde und das kranke Haustier, Erster Band, Kleintiere. Zu meinem großen Erstaunen findet man dort medizinische Abhandlungen über Geflügel und Tauben, Ziegen und Esel, Hunde und Kaninchen, Bienen und Fische – aber kein Wort über die Katze! Neugierig geworden, habe ich ein wenig recherchiert und bin nun einigermaßen schockiert. So findet man beispielsweise in einem Wörterbuch der Thierheilkunde von 1831 folgende abstruse Anschauung:

»Von was für Krankheiten übrigens auch immer die Katzen befallen sein mögen, so lassen sich diese Thiere doch nie gern angreifen, und mit Gewalt sind ihnen Arzneimittel kaum beizubringen. Ueberhaupt unternimmt man es selten, eine kranke Katze zu behandeln, sondern man bringt sie gewöhnlich um, oder läßt sie hülflos crepieren, was wegen der verhältnismäßigen Werthlosigkeit dieser Thiere sehr natürlich ist.«

Spätere Jahrzehnte haben offensichtlich nicht viel anders über uns gedacht. Aber das muss ich noch in Ruhe untersuchen … und melde mich dann hier mit einer Fortsetzung zu diesem außerordentlich unerfreulichen Thema.

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