Christa Reinig und ihr Kater Kolumbus

Herkules und der Löwe, 1792, nach einer Skizze von Johann Gottfried Schadow

Die Ostberliner Schriftstellerin und Katzenfreundin Christa Reinig fuhr am 12. August 1961 auf Freundesbesuch in den Westteil der Stadt, wo sie auch übernachtete. Am folgenden Tag erfuhr sie, daß Westberlin hermetisch abgeriegelt war. Sie würde, wenn sie nach Ostberlin zurückkehre, ihre Freunde im Westen vermutlich nie mehr besuchen können. »Ich schlug alle Bitten, Mahnungen, Warnungen, alle Einladungen und Hilfsangebote in den Wind und sagte: ›Ich muß Kolumbus füttern‹, ging in den Osten zurück und ließ mich einmauern.« Ihr Kater Kolumbus starb sechs Monate später. Christa Reinig trug ihn in den Köllnischen Park und begrub ihn unter der Monumentalplastik »Herkules und der Löwe«. »So bekam er das größte Katzendenkmal der Welt«, schrieb die Autorin 1975.

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Eingeordnet unter Literarische Brekkies

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