Horst Janssen

Horst Janssen, Blaue Katze, 1961

Horst Janssen (* Hamburg 1929, † Hamburg 1995), einer der bedeutendsten deutschen Zeichner und Graphiker des 20. Jahrhunderts, der Zeit seines Lebens Katzen  dargestellt hat – von ersten Holzschnitten aus dem Jahr 1947 über viele Pastell- und Aquarellzeichnungen bis hin zu der verstörenden Radierung Angst aus seinem Todesjahr. Zu seinen eindrucksvollsten Darstellungen gehören Katze blau 1961 (Holzschnitt), Goya 1978 (Aquarell), Der kleine Kerl 1979 (Pastell), Auf der Lauer 1993 (Radierung) und Bedrohung 1995 (Tuschzeichnung), um nur einige Bilder aus verschiedenen Zeiten und unterschiedlichen Stilen zu nennen. Seinen Kater Goya, der im Mai 1980 »nicht zurück aus seinen Nächten« kam, hat er in einem längeren Text erwähnt. Danach biß Goya »zu gern in frisches sauberes weisses Papier, besonders in Papier Kartonagen-ähnlicher Struktur, Papier also«, das sich Janssen »was kosten läßt.« Dann beschreibt Janssen detailliert, aber ohne jeglichen Ärger, welche Schäden Goya an einem Siebdruck angerichtet hat. Diesen Text kalligraphierte Janssen fünf Tage nach dem Verschwinden des Katers. Er endet mit den Worten: »Und wenn er nun endlich auch wieder nach Hause käme … « Aber Goya kam nie mehr zurück.

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