Moritz von Schwind

Eine unspielbare Katzensymphonie für Violine stammt von dem Romantiker und Landschaftsmaler Moritz von Schwind, die dieser »komponiermalend« geschaffen hat. Über dieses Geschenk an einen Freund, den Geiger Joseph Joachim, schrieb von Schwind an den Schriftsteller Eduard Mörike: »Ich bin Musiker geworden, und zwar Zukunftsmusiker im zweiten höhern Grad. Weg mit den alten, steifen, trockenen Noten! Veraltet, überwunden, abgetanes Zeug – es braucht ein neues, durchgeistigtes, lebensvolles Ausdrucksmittel für meine neuen ungeahnten Gedanken – ob es Töne, Bilder oder der Teufel weiß was sind, das ist auch ganz wurst – ich habe das Unglaubliche geleistet. Beiliegende, Hr. Joachim gewidmete Sonate sei ein redender Beweis. Joachim gesteht, daß er nicht imstande ist, sie zu spielen – dieser Hexenmeister auf der Geige! Nebenbei kann bemerkt werden, daß Joachim und ich dem berühmten Orden von der schwarzen Katze angehören und das dieser unscheinbare Anlaß es war, – der diesen Riesenschritt in der Musik hervorrief.«

Die Katzensymphonie von Moritz von Schwind, 1868

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