Schiffskatzen

Eine der derzeit beliebtesten Katzenrassen, die Maine Coone, entstand in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts als Ergebnis einer Migrationsbewegung in Maine, dem nordöstlichsten und größten der Neuenglandstaaten an der Grenze zu Kanada.

Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges, der vertraglichen Einigung über die Grenzstreitigkeiten zwischen Maine und Kanada und dem Erlass des ersten amerikanischen Prohibitionsgesetzes 1851 in Maine entwickelte sich der Bundesstaat zu einem stark gefragten Einwanderungsland. Mit den Siedlerschiffen kamen langhaarige skandinavische und russische Katzen ins Land, die sich schnell den örtlichen Gegebenheiten anpassten. Der lange und harte Winter in Maine begünstigte Katzen mit langem und dichtem Fell, die aufgrund ihrer Größe sogar zur Hasenjagd befähigt waren. Die bis zu zwanzig Pfund schwere Maine Coone war in besonderem Maße geeignet, in diesem Umfeld zu überleben und verbreitete sich schnell. Anfang des 20. Jahrhunderts sank ihre Beliebtheit durch die Einführung der viel kleineren »wohnungsgeeigneten« Perserkatze drastisch. Erst in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts besann man sich wieder auf die einzige »eigene« Katzenrasse. Heute gehört sie zu den beliebtesten Katzen nicht nur in den USA.

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