Schiffskatze Oskar

Gemälde von Georgina Shaw-Baker

Wirklich aufregend ist das Leben des Schiffskaters Oskar verlaufen, der in England auch »Unsinkable Sam« genannt wird. Er diente im Zweiten Weltkrieg zunächst auf dem Schlachtschiff Bismarck. Als die Bismarck im Frühjahr 1941 nach einer Schlacht im Atlantik gesunken war, gehörte er zu den wenigen Überlebenden. Oscar heuerte dann auf der HMS Cossack an. Der britische Zerstörer wurde von einem deutschen U-Boot torpediert und sank am 26. Oktober 1941. Oscar konnte sich retten, 159 Seeleute fanden den Tod. Danach jagte er an Bord des britischen Flugzeugträgers Ark Royal Mäuse. Am 14. November 1941 wurde die Ark Royal von dem deutschen U-Boot U 81 in der Nähe von Gibraltar torpediert und sank. Auch diesen Untergang überlebte Oskar. Schließlich soll sich ein britisches U-Boot für ihn interessiert haben, aber als der Kapitän Oskars Lebensgeschichte erfuhr, verzichtete er auf seine Dienste. Oskar verabschiedete sich notgedrungen von der Seefahrt und wurde Mausejäger in den Amtsräumen des Hafenkapitäns von Gibraltar. Wenig später fuhr er noch einmal zur See. Aber nur, um schließlich in einem Seemannsheim in Belfast mit Namen Home for Sailors unterzukommen. Dort starb er 1955.

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