Charlie Huston

Im Jahr 2004 erschien mit Der Prügelknabe der erste Roman einer Trilogie des amerikanischen Schriftstellers Charlie Huston. Es beginnt ganz harmlos mit der Bitte eines Nachbarn, der Ich-Erzähler möge doch einige Tage auf seine Katze aufpassen. Hank Thompson sagt zu – er kann schließlich nicht ahnen, daß im Katzenkäfig unter der Wolldecke ein Schlüssel versteckt ist, daß dieser Schlüssel zu vier Millionen Dollar in bar führt und daß mehrere Parteien mit sehr ausgeprägter krimineller Energie hinter dem Schlüssel her sind. Und so beginnt ein rasant erzählter Alptraum, der Hank Thompsons bis dahin unauffälliges Leben vollständig auf den Kopf stellt. Das Leben des Katers Bud übrigens auch. Die Gangster brechen dem Kater sogar das linke Vorderbein, um Hank zur Herausgabe des Schlüssels zu bewegen, und Bud muß deshalb zeitweise mit einem Gipsbein durch den Roman humpeln. Hank flieht schließlich (mit den vier Millonen Dollar) nach Mexiko, und obwohl es ein großes Risiko ist, nimmt er Bud mit. Im zweiten Band der Trilogie, Der Gejagte, wird Hank von den Gangstern, die den ersten Band überlebt haben (und das sind nicht viele!), aufgespürt – und erneut begibt sich Hank auf eine atemberaubende Flucht. Diesmal muß er Bud bei Freunden zurücklassen und wird ihn nie mehr wiedersehen. Selten wurde eine Katze im Krimi so liebevoll in Szene gesetzt, wie in diesen beiden Romanen.

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