Die 30 erfolgreichsten Katzenvideos auf YouTube | Teil 3

Hier zeige ich Euch in drei Teilen die 30 erfolgreichsten, also am meisten angeschauten Katzen-Videos auf YouTube in aufsteigender Folge. Heute die Plätze 10-1.

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Auch an dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass diese Videos nicht unbedingt meinem persönlichen Geschmack entsprechen!

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Die 30 erfolgreichsten Katzenvideos auf YouTube | Teil 2

Hier zeige ich Euch in drei Teilen die 30 erfolgreichsten, also am meisten angeschauten Katzen-Videos auf YouTube in aufsteigender Folge. Heute die Plätze 20-11.

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Die 30 erfolgreichsten Katzenvideos auf YouTube | Teil 1

Hier zeige ich Euch in drei Teilen die 30 erfolgreichsten, also am meisten angeschauten Katzen-Videos auf YouTube in aufsteigender Folge. Heute die Plätze 30-21.

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28: 16.913.490 Klicks, laut YouTube am 11. Januar 2009 hochgeladen:

27: 17.327.371 Klicks, laut YouTube am 8. November 2010 hochgeladen:

26: 17.504.483 Klicks, laut YouTube am 1. September 2008 hochgeladen:

25: 18.873.347 Klicks, laut YouTube am 24. Februar 2007 hochgeladen:

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23: 21.556.480 Klicks, laut YouTube am 22. März 2010 hochgeladen:

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21: 22.869.278 Klicks, laut YouTube am 16. Februar 2008 hochgeladen:

 

Ich möchte hier noch anmerken, dass diese Videos nicht unbedingt meinem persönlichen Geschmack entsprechen.

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Cat_Calendar (10) vom 9. April 2013: Joseph Victor von Scheffel

Joseph Victor von Scheffel (* 16.2.Karlsruhe 1826, † Karlsruhe 9.4.1886) Der promovierte Jurist gab seine wissenschaftliche Laufbahn 1852 auf, um Schriftsteller zu werden. 1854 erschien in Stuttgart sein literarisches Erstlingswerk, Der Trompeter von Säckingen, das einer der größten Bestseller des 19. Jahrhunderts wurde und zahllose Auflagen erlebte.

Titelblatt der Ausgabe von 1896

Titelblatt der Ausgabe von 1896

Eine der Hauptfiguren des Buches ist der Kater Hiddigeigei, der entfernt an Heinrich Heines literarische Katze Mimi erinnert. Doch im Gegensatz zu Heines nach politischer Freiheit dürstenden Mimi ist Hiddigeigei kein optimistischer Charakter. Die Lieder des Katers Hiddigeigei beschreiben ihn als misanthropischen Philosophen: »Da ward Hiddigeigei entsetzlich belehrt, | Da ließ er das Schwärmen und Schmachten, | Da ward er trotzig in sich gekehrt, | Da lernt’ er die Welt verachten.« Und Hiddigeigei folgert: »Menschentun ist ein Verkehrtes, | Menschentun ist Ach und Krach; | Im Bewußtsein seines Wertes | Sitzt der Kater auf dem Dach!« – Was ja keinesfalls gegen den Kater spricht!

Der Kater Hiddigeigei. Illustration aus der Ausgabe von 1896

Der Kater Hiddigeigei. Illustration aus der Ausgabe von 1896

Hiddigeigei kann man auch im Internet begegnen. Unter www.trompeter-von-saeckingen.de hat Bad Säckingen eine umfangreiche Trompeter-von-Säckingen-Homepage zur Ankurbelung des Fremdenverkehrs eingerichtet. Hiddigeigei muß dort allerdings mit einer einzigen Seite vorliebnehmen. Immerhin wird die Wirkungsgeschichte des Buches gut dokumentiert.

Einem eher zufälligen Fund im Internet ist es zu verdanken, dass genau einem Tag vor dem 123. Todestag von Joseph Victor von Scheffel ein sehr seltenes Sammelstück in das Archiv von Kater Paul eingestellt werden konnte. Eine Schallplatte aus dem Jahr 1985: Ballade und Lieder des Katers Hiddigeigei, komponiert von Kurt-Rolf Ronner.

Foto.1

Das hier auch abgebildete Begleitheft beinhaltet die gesamte Notation der klavierbegleitenden Baßstimme. Auf der Schallplatte ist  einer meiner Lieblingstexte des Katers Hiddigeigei vertont:

Auch ein ernstes, gottesfürchtig | Leben nicht vor Alter schützet. | Mit Entrüstung seh’ ich, wie schon | Graues Haar im Pelz mir sitzet. | Ja, die Zeit tilgt unbarmherzig, | Was der einzle keck geschaffen – | Gegen diesen scharfgezahnten | Feind gebricht es uns an Waffen. | Und wir fallen ihm zum Opfer, | Unbewundert und vergessen; | O, ich möchte an der | Turmuhr beide Zeiger fressen!

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Katzen und Frauen in der Malerei (3)

Das erste Katzenportrait der Kunstgeschichte

Giovanni Reder (1693 – nach 1764) Bildnis des Katers Armellino | um 1750 | Öl auf Leinwand

Giovanni Reder (1693 – nach 1764) Bildnis des Katers Armellino | um 1750 | Öl auf Leinwand

Das Bild stammt zwar von einem Mann, es gehört dennoch in die Reihe dieser Bilder, wie Ihr gleich lesen könnt. Giovanni Reder portraitierte auf diesem Gemälde Armellino, den Kater der römischen Dichterin Alessandra Forteguerra, die das Bild in Auftrag gegeben hatte. Es handelt sich um die früheste bildliche Katzendarstellung auf der eine Katze portraitiert, also als Individuum um ihrer selbst willen gemalt worden ist. Das Sonett rechts neben dem Kater hat der Priester und Dichter Sperandio Bertazzi verfasst und überschrieben mit dem Titel Sonett anlässlich eines Kusses, den eine schöne und hochgestellte Dame einem Kater gab. So frivol wie sein Titel beginnt auch das Sonett: »Dieser liebenswerte Kater, eingemeißelt in die Leinwand, | kostete den liebevollen Kuß der schönen Göttin. | Und seitdem nach der Natur ein Porträt von ihm gefertigt wurde, | bewacht man ihn gut und sehr eifersüchtig.« Die Liebe der Dichterin zu ihrem Kater muss wirklich sehr groß gewesen sein, denn Bertazzi schließt das Sonett mit den Zeilen: »Und wisse, dass Amor es nur mir gestattet, | innig zu küssen und den gegebenen | liebevollen Kuss aufzunehmen, um die Leidenschaft zu vertiefen.« Vermutlich waren Giovanni Reder und Bertazzi schlichtweg eifersüchtig auf den Kater.

Eine impressionistische Katze

Berthe Morisot (1841 – 1895) Junges Mädchen mit Katze | 1892 | Öl auf Leinwand

Berthe Morisot (1841 – 1895) Junges Mädchen mit Katze | 1892 | Öl auf Leinwand

Berthe Morisot zählt zu den bedeutendsten Malerinnen ihrer Zeit. In wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsen erhielt sie, wie damals üblich, Privatunterricht in den verschiedenen Künsten. Als 1860 der schon berühmte Camille Corot als Privatlehrer engagiert wurde, warnte er die Mutter, dass sein Unterricht ihre Tochter zu einer Malerin machen würde, und nicht zu einer unbedeutenden, talentierten Amateurin. Er sollte Recht behalten. Berthe Morisot entwickelte einen eigenen impressionistischen Malstil, und ihre Bilder wurden auf vielen Ausstellungen mit großem Erfolg gezeigt. Durch ihre freundschaftliche und künstlerisch befruchtende Beziehung zu Éduard Manet lernte sie dessen Bruder Eugène kennen, den sie 1877 heiratete. 1887 malte Renoir ihre Tochter Julie mit einer Katze auf dem Schoß.

Junge Mädchen mit Katzen waren zwar ein beliebtes Bildmotiv jener Zeit. Das kaum erkennbare Lächeln des Mädchens und die schmalen, aufmerksamen Augen der Katze verleihen dem Bild von Berthe Morisot in Verbindung mit dem auffällig pastosen Farbauftrag aber eine sehr eigene, besondere Atmosphäre, die von einem stillen Einverständnis zwischen dem Mädchen und der Katze geprägt ist.

Tilla Durieux und ihre Perserkatzen

Anonym | Tilla Durieux mit ihren Perserkatzen | um 1924 | Originalpostkarte

Anonym | Tilla Durieux mit ihren Perserkatzen | um 1924 | Originalpostkarte

Die Theaterschauspielerin Tilla Durieux war in den zwanziger Jahren der Star schlechthin. »Auf dem Sezessionsfest im Februar teilte sich die Menge in zwei Flittergitter, als sie den Saal betrat« schrieb Else Lasker-Schüler 1913 in ihrem Buch Gesichte. »Aber als es Mitternacht war, tanzte sie, auf einer Perle des Sekts rollend, mit leuchtenden Augen im bunten Spiel der Masken.« Die Durieux wurde gemalt von Renoir und Liebermann, Kokoschka und Corinth, Slevogt und Orlik, Barlach schuf eine Plastik, die Berliner Bohéme lag ihr zu Füßen. Die rare Privataufnahme um 1924 zeigt Tilla Durieux mit ihren beiden Perserkatzen, die sie abgöttisch liebte.

Wenn man sich diese Perser genau anschaut fällt übrigens auf, dass die Kopfform beider Tiere der einer normalen Hauskatze sehr ähneln. Heutige Perserkatzen haben wesentlich kleinere Ohren, eine drastisch kürzere, hochgezogene Nase, ihre Kopfform ist breiter und runder, die Wangen sind voller, der Nacken massiger. Ganz abgesehen vom Haarkleid. Das ist bei den heutigen Persern so lang, dass es die Katze allein kaum noch pflegen kann. Diese Veränderung der Art ist das Ergebnis einer Züchtung durch den Menschen hin auf ein fragwürdiges Schönheitsideal, das erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Katze mit sich bringt.

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Katzen und Frauen in der Malerei (2)

Heute erscheint der zweite Teil meiner österlichen Betrachtungen zum Thema Katzen und Frauen in der Malerei. Morgen erscheint dann Teil 3. Wenn Euch schöne Bilder zu diesem Thema einfallen, gebt mir einfach als Kommentar eine Nachricht. Vielen Dank im voraus!

Vorsicht vor der Katze!

2_Leyster

Judith Leyster (1609-1660)
Lachendes Kinderpaar mit Katze | 1629 | Öl auf Leinwand

Judith Leyster zählt zu den bedeutendsten Vertretern der holländischen Genremalerei des siebzehnten Jahrhunderts und war damals (so wie heute wieder) berühmter als ihr Mann, der Maler Jan Miense Molenaer. Vor ihrer Hochzeit im Jahr 1636 unterhielt sie ein eigenes Atelier und hatte mehrere Schüler. In dieser Zeit entstanden auch die meisten ihrer Bilder. Nach ihrem Tod geriet sie in Vergessenheit, bis 1893 im Louvre auf einem Bild ihre Signatur unter der falschen von Frans Hals entdeckt wurde.

Spielende Kinder mit Katzen gehören zu den typischen Motiven dieser Zeit. (Ihr Mann hat ein sehr ähnliches Bild gemalt.) Bei dem Gemälde von Judith Leyster fällt der Gegensatz zwischen der überbordenden Fröhlichkeit der Kinder und der vorsichtig abwartenden Haltung der Katze auf, die vermutlich unversehens in die Höhe gehoben wurde und in diesem Moment nicht recht weiß, wie ihr geschieht. Bildszenen dieser Art transportieren oft moralisierende Botschaften. Vorsicht, nicht übertreiben, scheint das Bild zu sagen. Der kleinen Katze könnte das Spiel schnell zu viel werden. Dann kann sich die Samtpfote unversehens in scharfe Krallen verwandeln. Wie bei einem anderen Bild von Jan Miense Molenaer, auf dem sich die Katze umdreht und einem mit ihr spielenden Jungen die Brust blutig kratzt.

Eine schwarze Katze als Wiedergängerin

Cecilia Beaux (1855-1942) Sita und Sarita | 1896 | Öl auf Leinwand

Cecilia Beaux (1855-1942) Sita und Sarita | 1896 | Öl auf Leinwand

Glücklicherweise blieb das malerische Talent von Cecilia Beaux nicht unentdeckt und wurde von ihrer Tante gefördert. Nach einem langen Studienaufenthalt in Europa lebte Cecilia Beaux ab 1900 in New York, wo sie als Porträtmalerin der Elite aus Wirtschaft, Kultur und Politik zu hohem Ansehen und beträchtlichem Wohlstand gelangte. Ihre dortigen Ausstellungen zählten zu den gesellschaftlichen Höhepunkten des New Yorker Kulturlebens.

Auf ihrem Bild Sita und Sarita sehen wir Sarah A. Lewitt, Sarita genannt, eine Verwandte der Künstlerin mit ihrer Katze Sita. Während die grüngrauen Augen der weißgekleideten Frau abwesend in die Ferne schweifen starrt die schwarze Katze den Bildbetrachter mit ihrer goldbraunen Iris direkt an. Saritas streichelnde Hand verweist auf die innige Beziehung zu ihrer Katze. Die Darstellung der Katze, deren Körperform im dunklen Bildhintergrund fast vollständig verschwindet, erinnert sehr an Éduard Manets Gemälde Olympia aus dem Jahr 1863. Auch auf diesem Bild sehen wir  eine schwarze Katze vor dunklem Hintergrund, die den Bildbetrachter mir ihren goldbraunen Augen direkt anschaut. Die Körperhaltung der beiden Katzen ist nahezu identisch. Wir wissen leider nichts Genaues über diese Duplizität, die schon aufgrund des Aufsehen erregenden Skandals, den Manet mit seiner nackten Olympia ausgelöst hatte, kaum zufällig sein dürfte.

Patricia Highsmith und ihre Siamkatzen

Patricia Highsmith (1921-1995) Sammy by Sammy | 1967 | Kohle auf Papier | © by Diogenes Verlag, Zürich

Patricia Highsmith (1921-1995) Sammy by Sammy | 1967 | Kohle auf Papier | © by Diogenes Verlag

Neben ihrem umfangreichen Romanwerk schrieb die amerikanische Autorin einige Gedichte und Erzählungen über Katzen. Die Katzenzuneigung der berühmten Schriftstellerin ist legendär. Der Zürcher Weltwoche vertraute sie in einem Interview am 21. April 1976 folgendes an: »Wenn ich in einer Straße eine hungernde Katze und ein hungerndes Kind anträfe, ich würde, wäre ich unbeobachtet, die Katze füttern.« Eine andere Interviewpartnerin empfing sie mit den Worten: »Ich habe gerade für meine Katzen Hasenbraten in Rahmsauce zubereitet. Das ist zweifellos ein Luxus – auf jeden Fall viel Arbeit für mich, aber ich mache das nur einmal in der Woche.« Ihre langjährige Lebensgefährtin Marijane Meaker überlieferte in einem Erinnerungsbuch dieses Erlebnis: »Als Kennedy seine berühmte Maxime verkündete: ›Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt‹, ging Pat in die Küche und fütterte die Katzen.« Das Verhältnis von Schriftstellern zu Katzen beschrieb Patricia Highsmith 1981 so: »Katzen geben Schriftstellern etwas, was Menschen ihnen nicht geben können: Sie leisten einem unaufdringlich Gesellschaft, stellen keine Forderungen und sind so friedlich und schillernd, wie eine ruhige, kaum bewegte See.« Patricia Highsmith lebte meistens mit Siamkatzen  zusammen, die sie immer wieder zeichnete.

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Katzen und Frauen in der Malerei (1)

Frau und Katze – eine innige Beziehung

Marguerite Gérard (1761 – 1837) Das Frühstück der Katze | 1814 | Öl auf Leinwand

Marguerite Gérard (1761 – 1837) Das Frühstück der Katze | 1814 | Öl auf Leinwand

Obwohl die französische Malerin Marguerite Gérard ein umfangreiches Werk hinterlassen hat und zu den bedeutendsten Vertreterinnen des Klassizismus gerechnet wird, ist sie heute fast nur noch Kunstwissenschaftlern bekannt. Dabei thematisiert ihr Gemälde Das Frühstück der Katze die Innigkeit der Beziehung zwischen Frau und Katze so anschaulich wie kaum ein anderes Bild der abendländischen Malerei. Und dabei spielt – was für eine brillante Idee! – der Hund in der Bildmitte dramaturgisch die entscheidende Rolle. Die damals in Frankreich sehr seltene und deshalb auch extrem teure Perserkatze hockt auf ihrem luxuriösen Schlafplatz und erhält ihr Frühstück in Form einer Milchmahlzeit »ans Bett« gebracht. Zum Füttern der Katze begibt sich die Herrin des Hauses in eine sehr unbequeme Hockstellung. Ihrem Gesicht sieht man aber an, dass sie diesen Dienst an der Katze freudig versieht. Weder Frau noch Katze nehmen Notiz von dem Hund, der mit verständnislosem Neid der Fütterung beiwohnt. Seine unbeachtete Anwesenheit verstärkt das Bild der innigen Vertrautheit zwischen Frau und Katze.

Die Katze der Autodidaktin

Suzanne Valadon (1867 – 1938) Louison und Raminou | 1920 | Öl auf Leinwand

Suzanne Valadon (1867 – 1938) Louison und Raminou | 1920 | Öl auf Leinwand

Suzanne Valadon, Tochter einer Wäscherin, wuchs auf dem Montmartre auf und versuchte sich bis zu ihrem Absturz vom Trapez als Akrobatin in einem Wanderzirkus. Bald darauf wurde sie Starmodell und Geliebte von Renoir, Toulouse-Lautrec und anderen Malern, sowie gefeierter Mittelpunkt der Bohème mit zahllosen Affären. Suzanne Valadon hat nie eine Kunstakademie von innen gesehen. Sie lernte, indem sie ihren Geliebten über die Schulter sah und zählt mit fast fünfhundert Gemälden und zahlreichen Zeichnungen und Drucken zu den bedeutendsten Malerinnen ihrer Zeit. Auf dem Ölbild sehen wir mit Raminou eine der berühmtesten unter ihrem eigenen Namen bekannt gewordenen Katzen der modernen Malerei. Auf mindestens fünf weiteren Ölgemälden taucht Suzanne Valadons rotgetigerte Hauskatze auf. Und immer steht sie im Zentrum der Bildaussage. Auch auf unserem  Bild lassen Louisons Haltung und Gesichtsausdruck keinen Zweifel daran, wer hier im Mittelpunkt steht.

Cat Woman

Wanda Wulz (1903-1984) Ich + Katze | 1932 | Fotografie | © by Alinari Archives, Museum of Photography, Florence.

Wanda Wulz (1903-1984) Ich + Katze | 1932 | Fotografie | © by Alinari Archives, Museum of Photography, Florence.

Wanda Wulz wurde in Triest geboren. Ihre Familie betrieb dort seit 1860 ein Foto-Studio, das sich in den zwanziger Jahren zum Treffpunkt der künstlerischen Avantgarde entwickelte. Wanda Wulz war außergewöhnlich vielseitig interessiert. Neben der Fotografie erlernte sie das Fliegen, außerdem trat sie als One-Woman Jazz Band auf. Aus einem Foto ihres Katers Pippo und ihrem Selbstportrait entstand durch eine Doppelbelichtung des Bildpositivs (bei der das Negativ der Katze seitenverkehrt verwendet wurde) Ich + Katze. Kein anderes Bild der Kunstgeschichte hat die Symbiose von Katze und Frau so konsequent zu Ende gedacht wie die Fotografie von Wanda Wulz. Und hier sind die beiden Fotografien, aus denen die Doppelbelichtung entstand:

Self-Portrait | 1932 | © by Alinari Archiv, Museum of Photography, Florence.

Self-Portrait | 1932 | © by Alinari Archiv, Museum of Photography, Florence.

The Cat Without Me | 1932 | © by Alinari Archiv, Museum of Photography, Florence.

The Cat Without Me | 1932 | © by Alinari Archiv, Museum of Photography, Florence.

Zum Thema Katzen und Frauen habe ich unlängst eine Anthologie im Insel Verlag herausgegeben (Insel Taschenbuch,  173 Seiten, € 8,-). Das Buch versammelt 25 Texte von Frauen über Katzen aus zwei Jahrhunderten und sei hier noch einmal wämstens empfohlen!

Katzen+Frauen

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